Montag, 3. Juli 2017

Leseprobe: Snow - Danielle Paige



„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“

Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …


Bei dem Cover musste ich irgendwie direkt an Schneewittchen denken. Die farbliche Gestaltung, die filigranen Frostblüten und der passende Schriftzug ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Es wirkt edel und kühl. Ich fand es sofort interessant und wollte mehr wissen. Und wenn man "Feuer und Eis" unter dem Titel liest, denkt man doch direkt an Game of Thrones, oder?


Ich habe für den Verlag die Leseprobe gelesen und gebe daher hier auch nur den Eindruck wieder, den ich von den zwei Kapitel erhalten habe, die in der Leseprobe enthalten sind.

Das Dokument beginnt direkt bei Kapitel 10. Durch ein Portal gerät ein junges Mädchen nach Algid, einem vereisten magischen Königreich. Wer sie ist und warum sie durch dieses Portal geht, erfahren wir nicht. Auch ansonsten fehlen uns alle Informationen, denn immerhin steckt die Handlung an dieser Stelle schon mitten im Geschehen. Auf jeden Fall gerät das Mädchen (wir erfahren später, dass sie Snow heißt) in diese magische Welt und trifft dort auf vielerlei unterschiedliche Gefahren. Es geht direkt hoch her und sie ergreift zunächst die Flucht vor diesen zahlreichen Gefahren.

Leider fehlt der Kontext der Geschichte und die Vorgeschichte der ersten neun Kapiteln. Viele Dinge ergaben daher für mich keinen Sinn. Ich habe sie einfach hingenommen, und mich auf den Lauf der Geschichte konzentriert, sowie auf den Schreibstil. Dennoch frage ich mich, ob die ersten Kapitel des Buches so langweilig sind, dass sie als Leseprobe nicht geeignet waren. Normalerweise werden doch die ersten ein bis zwei Kapitel für eine Leseprobe genutzt, sodass man nach Beendigung der Leseprobe das Buch im besten Fall direkt kauft und nahtlos weiterlesen kann. Das hat mich hier jedenfalls massiv gestört.

Im elften Kapitel werden viele Dinge verraten, die einen eventuell davon abhalten, das Buch komplett zu lesen bzw. nach der Leseprobe zu kaufen. Es nimmt die Spannung aus dem Anfang der Geschichte, wo noch alles offen ist und sein sollte. Niemand will am Anfang eines Romans schon die Hälfte der Geheimnisse kennen (überspitzt dargestellt natürlich). Würde ich das Buch nun kaufen, wüsste ich einige der Dinge bereits, und das würde mich sehr ärgern.

Gut finde ich, dass wir einen umfassenden Eindruck von dem flüssigen Schreibstil der Autorin erhalten. Dieser hat mir sehr gut gefallen und mich direkt an die Geschichte gefesselt. Die Ideen sind einfallsreich und die magischen Wesen vielfältig und unterschiedlich. Sicherlich werden im Verlauf des Buches noch einige andere Wesen dazustoßen.


Sicherlich ein interessantes Buch. Ich würde jedoch davon abraten die Leseprobe zu lesen, da sie zu viel verrät und man vieles nicht nachvollziehen kann. Ansonsten hat sie mir sehr gut gefallen. Auf Basis der Leseprobe kann ich das Buch empfehlen und vergebe für die tollen Ideen vier Sterne.

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